Liebe Politik und Bauherrinnen!
Wenn die Natur immer nur an zweiter Stelle kommt, dann wird das nichts mit dem Stoppen des Klimawandels!
Ein 180-Betten-Hotel, höher als die meisten Nachbarhäuser, statt alter Bäume? In den letzten zwei Jahren sind rechnerisch 1280 Bäume in Pankow verschwunden!* Wie soll das enden?**

Wir, Bürgerinnen und Bürger des Prenzlauer Bergs, protestieren gegen die Pläne der Betreiber der Sprachschule GLS, ein großes Hotel in den Innenhof zwischen Kastanienalle, Schwedter-, Choriner und Oderberger Straße zu bauen.
Wir sind nicht per se gegen Tourismus. Wir begrüßen ausdrücklich, wenn mittelständische Unternehmen im Bezirk Pankow in sinnstiftende Projekte investieren wollen. Es geht uns vielmehr um die Auswirkungen auf die Natur, und darum, dass das geplante Haus mit seiner Nutzung unserer Ansicht nach in einem Missverhältnis zu seiner Umgebung stünde.
Lesen Sie mehr darüber unter dem Punkt BAUVORHABEN.
Forderungen der Bürgerschaft
1
Sorgfältige und kritische Bewertung des Projekts durch Bau-, Umwelt-, Ordnungs- und Aufsichtsbehörden: Ablehnung des Bauantrags in dieser Form
2
Kompromiss für den Kiez: kleinere Gebäudegrundfläche, geringere Höhe, Prüfung von Alternativen wie Aufstockung bisheriger Gebäude
3
Nutzungskonzept mit klaren Bedingungen u.a. für Lieferverkehr und Prozentsatz der Vermietung an Sprachschüler*innen: Hotel muss größtenteils Sprachschülern vorbehalten bleiben (bei Umnutzung erlischt Hotelgenehmigung)
4
Konsequente, proaktive Kontrolle bestehender Lärm-, Verkehrs- und Umweltauflagen
5
Kein Bau an Samstagen von 6 bis 18 Uhr
6
Überforderte Bezirksbehörden endlich adäquat ausstatten
7
Bebauungspläne für andere Orte der Stadt, denen Ähnliches bevorstehen könnte
8
Grünsatzung für Berlin: Vorgaben für Natur und Pflanzen auf privaten Grundstücken
* Quelle: Kleine Anfrage KA-1178/IX an das Bezirksamt
** Die Natur ist an vielen Stellen in Berlin akut bedroht: hier zur Aktion des BUND.
Wir möchten an dieser Stelle folgenden Politikerinnen und Politikern danken, die dafür gesorgt haben, dass Äußerungen von Meinungen wie diese zum Bauprojekt weiterhin öffentlich möglich bleiben:
Axel Lüssow, Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Pankow
Friedrich Ehrhardt
Daniela Billig, Mitglied des Abgeordnetenhauses